"Gute Entscheidungen brauchen sowohl finanzwirtschaftliche Analytik als auch industrielle Expertise"

Dr. Dirk Notheis Gründer & Geschäftsführer

Finanzierungsinstrumente

  1. Private Debt:
    Die von uns verwalteten Private Debt Funds legen ihren Fokus auf strukturierte Fremdkapitalfinanzierungen im deutschsprachigen Mittelstand. Schwerpunkt sind nachrangige Darlehen in Ergänzung zur regulären Bankfinanzierung. Oft kommt unser Nachrangdarlehen zum Einsatz, wenn für die Finanzierung einer bestimmten Situation (z.B. Wachstumsinvestition, Add-on Akquisition oder Generationentransfer) die Hausbank(en) des Unternehmens den größten Teil der Finanzierung zur Verfügung stellen, zur Gesamtfinanzierung jedoch noch ein weiterer, eigenkapitalnäherer Kapitalbaustein erforderlich ist. In der aktuellen Fondsgeneration (Rantum Private Debt Fund II) investieren wir zwischen 5-30 Mio. EUR pro Unternehmen. Die Laufzeit der Darlehen beträgt in der Regel etwa 5-7 Jahre, die Rückzahlung ist meist endfällig. Die Vergütung erfolgt durch laufende Zinszahlungen, wobei auch endfällige Zinskomponenten (PIK) darstellbar sind. In der Mischkalkulation mit klassischen Bankdarlehen ergeben sich aus Sicht des mittelständischen Unternehmens günstige Mischzinssätze. Somit ermöglicht unser Nachrangdarlehen die Realisierung von Wachstumsvorhaben oder Transaktionsmöglichkeiten, die sonst nicht oder nur mit einem Eigenkapitalpartner realisierbar wären.
  1. Private Equity:
    Die von uns beratenen Private Equity Funds fokussieren sich auf mehrheitliche Beteiligungen an wachstumsstarken Unternehmen im deutschsprachigen Mittelstand. Oft bleibt der Unternehmer weiterhin beteiligt und kann somit von der späteren Wertsteigerung, etwa durch die von uns implementierten Wertsteigerungsmaßnahmen oder die vorangetriebene Expansion, partizipieren. Die durchschnittliche Haltedauer beträgt 5-7 Jahre, in Einzelfällen auch kürzer.

"Disruption und Digitalisierung müssen bei jeder Investitionsentscheidung berücksichtigt werden, da sie jeweils für einen langen Zeitraum getroffen wird."

Marc PahlowGründer & Geschäftsführer

Investitionskriterien

Unser Investitionsfokus liegt auf mittelständischen Unternehmen aus Deutschland, Österreich oder der deutschsprachigen Schweiz.

Die Zielunternehmen erzielen in der Regel ein jährliches EBITDA von ca. 3 – 50 Mio. EUR.

Investitionskriterien im Fremdkapitalbereich sind insbesondere ein belastbares Cashflow-Profil mit ausreichender Kapitaldienstfähigkeit. Wir investieren nicht in Restrukturierungsfälle, Insolvenzsituationen, Start-Ups oder Projektentwicklungen, sondern fokussieren uns auf etablierte Unternehmen mit guter Marktposition und weiteren Wachstumsambitionen.

Auch die Private Equity Fonds fokussieren sich auf etablierte, solide, gesunde mittelständische Unternehmen, wobei das weitere Wachstumspotenzial des Unternehmens sowie ggf. die Möglichkeit für Buy-and-Build von besonderer Bedeutung sind.

"Die effektivste Risikovermeidung ist auf die richtigen Menschen zu setzen."

Wolfgang HartmannIndustriepartner & Vorsitzender des Investitionskomitees Fremdkapital

Finanzierungsanlässe

Typische Situationen für unser Private Debt Produkt umfassen:

  • Wachstumsinvestitionen, zum Beispiel zur Wahrnehmung von Marktchancen durch Einführung neuer Produkte oder Technologien
  • Add-On Akquisitionen, zum Beispiel beim Zukauf von kleineren Wettbewerbern oder Unternehmen im Ausland zur Markterschließung
  • Teilrealisierungen des Unternehmenswerts, zum Beispiel durch Finanzierung einer Sonderdividende, die unmittelbar an den Eigentümer ausgeschüttet wird
  • Stärkung der wirtschaftlichen Eigenmittel zur Verbesserung der Bilanzrelationen
  • Refinanzierung von bestehenden erst- oder nachrangigen Finanzierungslinien
  • Akquisitionsfinanzierungen für „Buy-In“ Managementteams
  • Rückerwerb der Anteile von Minderheitsgesellschaftern, zum Beispiel von Familienmitgliedern oder Finanzinvestoren
  • Ersatz von Minderheitsbeteiligungen

 

Die von uns beratenen Private Equity Fonds beteiligen sich mehrheitlich an mittelständischen Unternehmen. Typische Transaktionsanlässe sind:

  • Mehrheitliche Beteiligungen an Mittelstandsunternehmen
  • Kapitalerhöhungen
  • Management Buy Outs sowie Management Buy Ins
  • Buy-and-Build Situationen
  • Nachfolgeregelungen in Familienunternehmen
  • Carveouts von Unternehmensteilen aus größeren Unternehmen oder Konzernen

"Strategischer Ratschlag kann oft mehr wert sein als Kapital."

Dr. Hans-Joachim KörberIndustriepartner Handel, Konsumgüter & Nahrungsmittel

Fokusindustrien

Wir investieren bevorzugt in Branchen, in denen unsere 16 Industriepartner auf langjährige Führungserfahrung, Expertise und Netzwerke zurückblicken können. Aktuell konzentrieren wir uns primär auf die folgenden Sektoren:

  • Maschinenbau, Elektrotechnik & Automation Dr. Michael Rogowski Dr. Hans-Peter Sollinger
  • Automotive, Metallverarbeitende Industrie & Industrie 4.0 Klaus Eberhardt
  • Chemische Industrie Dr. Lothar Steinebach
  • Gesundheitswesen & Pharmazeutische Industrie Dr. Karl-Ludwig Kley Thomas Ebeling
  • Handel, Konsumgüter & Nahrungsmittel Dr. Hans-Joachim Körber
  • IT, Digitales & Medien Karlheinz Kögel
  • Energie, Infrastruktur und Industriedienstleistungen Dr. Alfred Tacke
  • Finanzindustrie & Immobilien Hendrik Borggreve Wolfgang Hartmann
  • Touristik & Luftfahrt Joachim Hunold
  • Logistik, Services & Human Resources Dr. Frank-Jürgen Weise

Nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungsverpflichtungen (SFDR)

Transparenz bei den Strategien für den Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken (Art. 3 SFDR)

Einleitung

Das Management von Nachhaltigkeitsrisiken ist in Rantrums Prozesse, Investitionen zu identifizieren und Investitionsentscheidungen zu treffen, ebenso wie in die laufenden Portfolio- und Asset-Management-Aktivitäten integriert.

Die Identifizierung, Bewertung und Steuerung wesentlicher Nachhaltigkeitsrisiken ist für Rantum ein integraler Bestandteil der Geschäftstätigkeit.

Daher hat Rantum einen klaren organisatorischen und strukturellen Ansatz für die Berücksichtigung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekten innerhalb der Investments entwickelt (ESG-Richtlinien). Darüber hinaus hat Rantum ein Compliance-Handbuch entwickelt, in dem die Compliance-Richtlinien der Firma einschließlich der Compliance-Überwachungsstruktur dargelegt sind. Dieses Handbuch enthält zudem klare Richtlinien für die Zuweisung von Verantwortlichkeiten und die Umsetzung von Compliance- und ESG-Richtlinien.

Wie funktionieren das Nachhaltigkeitsrisikomanagement und die ESG-Richtlinien von Rantum?

Rantums ESG-Richtlinien legen fest, wie Nachhaltigkeitsrisiken in Rantums Investitionsentscheidungsprozesse einbezogen werden. Diese Richtlinien gelten für alle von Rantum involvierten Unternehmen.

Seit 2021 wendet Rantum eine gezielte ESG-Methodik an und beauftragt unabhängige, externe ESG-Berater, um die kontinuierliche Umsetzung der ESG-Richtlinien von Rantum zu unterstützen, ESG-Due-Diligence-Prüfungen durchzuführen und bei der Überwachung der ESG-Leistung der Portfoliounternehmen zu unterstützen.

Im Rahmen des Investmentprozesses bewertet Rantum verschiedene ESG-Aspekte, um ein umfassendes ESG-Bild potenzieller Investments zu erlangen. Die folgenden ESG-Aspekte werden dabei berücksichtigt:

  • Umwelt: Klimawandel, Umweltverschmutzung, Abfallmanagement, Ressourcenmanagement, ökologischer Fußabdruck in der Lieferkette
  • Soziales: Wohlbefinden der Mitarbeiter, Gesundheit und Sicherheit, Lieferkette und Menschenrechte, Produktintegrität, Sicherheit und Qualität, Auswirkungen auf die Gemeinschaft
  • Governance: Unternehmensethik, Verhaltenskodex, Vorstands- und Managementstruktur, interne Kontrollen, Governance in der Lieferkette, Stakeholder-Engagement und Berichterstattung

Durch eine Materialitätsanalyse werden ESG-Aspekte, die für die Investition von besonderer Bedeutung sind, identifiziert und bei der Ermittlung von ESG-Risiken und -Chancen berücksichtigt.

Integration von Nachhaltigkeitsrisiken in Investitionsentscheidungsprozesse

Nachhaltigkeitsrisiken werden in allen Phasen des Investitionsprozesses für jedes Produkt und für jede einzelne Investitionsmöglichkeit berücksichtigt.

Screening-Phase

In der Screening-Phase schließt Rantum Investitionen in Unternehmen aus, die:

  • Bewusst gegen nationale Gesetze und Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) verstoßen
  • Herstellung, Verkauf oder Vertrieb von Feuerwaffen betreiben
  • Ihren Sitz in Ländern haben, die einem von den Vereinten Nationen (UN) oder der Europäischen Union (EU) verhängten Handelsembargo unterliegen

Due-Diligence-Phase

Während der Due-Diligence-Phase der Investition beurteilt Rantum, unterstützt von unabhängigen, externen ESG-Beratern, verschiedene ESG-Aspekte der Investition und ermittelt wesentliche Chancen und Risiken mit hohen potenziellen finanziellen Auswirkungen auf die Investition. Um ein umfassendes Verständnis der Zielunternehmen zu erhalten, führen die ESG-Berater eine umfassende Sekundärforschung durch, prüfen relevante Dokumente und führen Interviews mit dem Management und relevanten Mitarbeitern der Zielinvestition.

Die Ergebnisse der ESG-Due-Diligence werden als Teil des Entscheidungsfindungsprozesses von Rantum bei der Empfehlung einer Investitionsentscheidung berücksichtigt. Das Investmentteam ist verpflichtet, die oben genannte Methodik anzuwenden und über die Ergebnisse als Teil des dem Investitionskomitee zur Prüfung vorgelegten Memos zu berichten. Rantum behält sich vor, eine Investition abzulehnen, sollte sie eindeutig gegen die ESG-Richtlinien von Rantum verstoßen und ein hohes finanzielles Risiko der Investition darstellen.

Halte-Phase

Die Nachhaltigkeitsrisiken werden während der Haltephase regelmäßig überprüft, um die Übereinstimmung mit der ESG-Richtlinie und den Geschäftsprinzipien von Rantum sicherzustellen. ESG-Aspekte werden in den vom Fonds oder seinen Portfoliounternehmen erstellten Berichten speziell angesprochen und bei Investorenmeetings des Fonds diskutiert.

Transparenz nachteiliger Nachhaltigkeitsauswirkungen (Art. 4 SFDR)

Keine Berücksichtigung von nachteiligen Auswirkungen

Die SFDR verlangt von Rantum eine “Comply or Explain”-Entscheidung, ob nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen (Principal Adverse Impacts – „PAIs“) der Investitionsentscheidungen in Bezug auf Nachhaltigkeitsfaktoren, in Übereinstimmung mit einem spezifischen Regelwerk, das in der SFDR beschrieben wird, berücksichtigt werden sollen. Rantum hat sich dafür entschieden, diese Regelung nicht zu berücksichtigen, sowohl allgemein als auch in Bezug auf die Fonds.

Rantum wird seine Entscheidung, das PAI-Regime nicht zu berücksichtigen, regelmäßig überprüfen.

Rantum hat die Anforderungen des PAI-Regimes in Artikel 4 der SFDR und im Abschlussbericht über den Entwurf der technischen Regulierungsstandards, die am 2. Februar 2021 veröffentlicht wurden (das “PAI-Regime”), sorgfältig geprüft. Rantum unterstützt die Ziele des PAI-Regimes, die Transparenz für Kunden, Investoren und den Markt zu verbessern, wie Finanzmarktteilnehmer die Berücksichtigung der negativen Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren integrieren. Rantum ist jedoch über den Mangel an verfügbaren Daten besorgt, die nötig sind, um viele der Meldeanforderungen des PAI-Regimes zu erfüllen. Rantum ist der Meinung, dass die Unternehmen und Marktdatenanbieter noch nicht bereit sind, alle notwendigen Daten für das PAI-Regime zur Verfügung zu stellen.

Ungeachtet der Entscheidung von Rantum, das PAI-Regime nicht zu berücksichtigen, hat Rantum positive ESG-bezogene Initiativen und Richtlinien als Teil seines allgemeinen Engagements für ESG-Angelegenheiten umgesetzt, die in diesem Abschnitt zusammengefasst sind. Um jegliche Zweifel zu vermeiden, soll keine der folgenden Informationen den Eindruck erwecken, dass Rantum die PAI-Regelung berücksichtigt.

Transparenz der Vergütungspolitik im Zusammenhang mit der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken (Art. 5 SFDR)

Rantum (zusammen mit seinen Tochtergesellschaften und kontrollierten verbundenen Unternehmen, “Rantum”) hat eine Vergütungsrichtlinie (die “Richtlinie”) aufgestellt, die für alle Rantum-Unternehmen gelten. Die Richtlinie wird von einer Reihe von Gremien innerhalb der Rantum-Struktur entwickelt, genehmigt, umgesetzt und überwacht. Die Richtlinie gilt für alle Mitarbeiter von Rantum, abgesehen von wenigen Ausnahmen.

Die Richtlinie wurde mit dem Ziel entwickelt, die Geschäftsstrategie, die Unternehmenswerte und die langfristigen Interessen von Rantum zu unterstützen, unter anderem durch die Erleichterung der Identifizierung, Bewertung und des Managements von Nachhaltigkeitsrisiken bei der Festlegung individueller Vergütungspakete. Zu den wichtigsten Grundsätzen der Richtlinie gehören die Förderung einer angemessenen Risikokultur (auch in Bezug auf den Umgang mit tatsächlichen und potenziellen Interessenkonflikten) und die Einhaltung geltender Gesetze und Vorschriften.

Das in der Richtlinie vorgesehene Leistungsmanagement- und Vergütungssystem wurde entwickelt, um ein effektives Risikomanagement zu fördern, insbesondere durch:

  • Sicherstellung, dass bei der Leistungsbeurteilung die Einhaltung der Anforderungen an das Risikomanagement in vollem Umfang berücksichtigt werden, und dass alle relevanten Arten von aktuellen und zukünftigen Risiken, einschließlich Nachhaltigkeitsrisiken, abgedeckt werden;
  • Implementierung von Aufschub Vereinbarungen unter Verwendung von Co-Investment- und Carried-Interest-Vereinbarungen für leitende Angestellte, die eine Übereinstimmung der Interessen von Mitarbeitern und Drittinvestoren erleichtern. Sollte der Wert des jeweiligen zugrundeliegenden Investmentportfolios sinken (sei es aufgrund eines Nachhaltigkeitsrisikos oder aus anderen Gründen), wird der Wert der Beteiligungen des Mitarbeiters entsprechend reduziert; und
  • Kürzung der aufgeschobenen variablen Vergütungen für leitende Angestellte unter bestimmten Umständen, z. B. für den Fall, dass das Unternehmen, in dem der betreffende Mitarbeiter tätig ist, ein erhebliches Versagen im Risikomanagement erleidet oder einen erheblichen Rückgang seiner finanziellen Leistung erfährt (wie im alleinigen Ermessen von Rantum festgelegt), einschließlich im Zusammenhang mit einem Nachhaltigkeitsrisiko in Bezug auf eine Investition.